Helfen Sie uns zu helfen

Eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied

Die einzelnen Maßnahmen greifen ineinander und dienen dem Ziel, einem Betroffenen bereits am Unfallort oder Notfallort die notwendige Hilfe zu leisten und sicherzustellen, daß er schnellstmöglich in ärztliche Behandlung gelangt.
Sie als Ersthelfer werden im Bereich der ersten drei Maßnahmen tätig.

Richtiges Verhalten hilft allen - beherzigen Sie deshalb als Ersthelfer folgende Grundsätze:

  • Bleiben Sie ruhig und besonnen
  • Sichern Sie eine Unfallstelle im Verkehr ab
  • Betreuen Sie den Patient bzw. das Unfallopfer im Rahmen der Erste-Hilfe-Maßnahmen
  • Bitten Sie weitere Personen um Hilfe z.B. zum Absetzen des Notrufes
  • Sprechen Sie mit dem Betroffenen, damit dieser merkt, dass ihm geholfen wird

Der Notruf ist einer der wichtigsten Glieder der Rettungskette. Die zentrale Leitstelle des Vogelsbergkreises ist hierfür rund um die Uhr besetzt. Je mehr Informationen der Leitstellen-Disponent von Ihnen erhält, desto effektiver kann der Einsatz entsprechender Rettungsmittel erfolgen. Deshalb sollte der von Ihnen abgesetzte Notruf folgendes enthalten:

  • Wer ruft an ?
  • Was ist passiert ?
  • Wo ist die Notfall-/Unfallstelle ?
  • Wieviele Verletzte/Patienten sind vor Ort ?
  • Warten auf Rückfragen der Leitstelle

Sie erreichen die zentrale Leitstelle des Vogelsbergkreises rund um die Uhr unter folgenden Telefonnummern:

112 und 0 66 41-19 222

Im Rahmen der Notfallrettung sind im Durchschnitt nur 20% aller Notfälle im chirurgischen Bereich (Unfallverletzte) anzusiedeln. Was vielen als selbstverständliche Maßnahme bei einem Unfall erscheint, ist bei internistischen Notfallsituationen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Kreislaufkrisen mit einem weitaus höheren Aufkommen von etwa 70%) vorwiegend im häuslichen Bereich, vielen Bürgern unklar. Auch hier gilt es, schnellstmöglich Hilfe zu holen.


Unsere Bitte an Sie - im Interesse des Patienten:

Versuchen Sie bei einem akuten Notfall nicht, erst den Nachbarn zur Hilfe zu holen, Ihren Hausarzt oder eine Notdienstzentrale (Hausarztvertretung an Wochenenden und Feiertagen) zu erreichen, dies verzögert vor allem nachts eine schnelle optimale Versorgung. Ausschließlich der hierfür vorgesehene Rettungsdienst ist an eine Hilfsfrist von 10 Minuten gebunden und ist in der Regel innerhalb dieser Frist vor Ort.

Versuchen Sie auf keinen Fall, einen Notfallpatienten selbst in ein Krankenhaus zu transportieren.

Beleuchten Sie nachts Ihren Hauseingang und machen Sie sich wenn nötig zusätzlich durch winken oder mit einer Taschenlampe bemerkbar. Dies ist vor allem wichtig, wenn sich an Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung keine Hausnummer befindet oder Sie an einem abgelegenen Ort wohnen.

Gehen Sie immer nach den oben beschriebenen Schritten vor, denn auch hier zählen oft Minuten um z.B. einen drohenden Herzinfarkt zu vermeiden oder dessen Folgeschäden so gering wie möglich zu halten.

Mögliche Situationen für die unmittelbare Anforderung des Rettungsdienstes sind unter anderem:

  • Bewußtlosigkeit
  • Atemnot
  • starke Schmerzen im Brustbereich
  • massive Blutungen
  • plötzliche kolikartige Schmerzen im Bauch oder im Rückenbereich
  • neurologische Ausfälle wie Lähmungen im Gesichtsbereich und der Extremitäten (z.B. Schlaganfall)
  • Krampfanfälle
  • akute Unregelmäßigkeiten im Verlauf einer Schwangerschaft wie auftretende Blutungen, Schmerzen usw.
  • plötzliche Geburt
  • Vergiftungen durch Medikamente, Alkohol, Drogen oder andere Substanzen
  • alle anderen akuten Symptome klarer oder unklarer Herkunft, die zu einem lebensbedrohlichen Zustand oder zu gesundheitlichen Schäden des Patienten führen können

Wenn möglich, halten Sie beim Eintreffen des Rettungsteams folgende Informationen bereit:

  • seit wann bestehen die aufgetretenen Symptome ?
  • gibt es bekannte Vorerkrankungen des Notfallpatienten ?
  • welche Medikamente nimmt der Patient ein ?
  • sind die eingetretenen Symptome schon einmal vorgekommen ?
  • wurden diese behandelt und wenn ja in welcher Klinik /durch welchen Arzt ?
  • wann und wo war der letzte Klinikaufenthalt des Patienten ?
  • Unterlagen wie Arztbriefe, Diagnosen, Pflegeberichte etc.

Scheuen Sie sich nicht, in einer Notfallsituation ein Rettungsteam anzufordern. Sollte sich im nachhinein herausstellen, dass ein Notarzt oder ein Einsatz nicht erforderlich war, kommen weder irgendwelche Kosten noch Schwierigkeiten auf Sie zu.
Für Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

 

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